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	<title>samweber.info &#187; unwitz</title>
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	<description>Auswahlen aus der Internetwelt</description>
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		<title>Kantinenkotze und das Bürokratieversagen</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Oct 2008 22:04:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[unwitz]]></category>

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		<description><![CDATA[Verstopftes Beamtenklo Unsere Kleinstadt steckt grade in einer Krise. Begonnen hatte alles mit der Damentoilette im Rathaus, die plötzlich und ohne Vorwarnung verstopft war. Ein Verwaltungsbeamter des mittleren Dienstes wagte es daraufhin selbstherrlich und in völliger Überschätzung seiner Kompetenz, einen hiesigen Sanitärbetrieb mit der Schadensbeseitigung zu beauftragen. Glücklicherweise war ein Beamter des gehobenen Dienstes zugegen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Verstopftes Beamtenklo</p>
<p>Unsere Kleinstadt steckt grade in einer Krise. Begonnen hatte alles mit der<br />
Damentoilette im Rathaus, die plötzlich und ohne Vorwarnung verstopft war.</p>
<p>Ein Verwaltungsbeamter des mittleren Dienstes wagte es daraufhin<br />
selbstherrlich und in völliger Überschätzung seiner Kompetenz, einen<br />
hiesigen Sanitärbetrieb mit der Schadensbeseitigung zu beauftragen.<br />
Glücklicherweise war ein Beamter des gehobenen Dienstes zugegen, als die<br />
Handwerker eintrafen. Sofort erkannte er die Tragweite des Skandals.<br />
Nicht nur, dass ein Schwippschwager des Untergebenen in der Firma<br />
arbeitete, nein, der Auftrag hätte ordnungsgemäß ausgeschrieben werden<br />
müssen &#8211; europaweit natürlich!</p>
<p>Der Inspektor veranlasste sofort die nötigen Schritte: Die Firma wurde des<br />
Hauses verwiesen, das Damenklo versiegelt, der Auftrag ausgeschrieben und<br />
gegen den Hauptsekretär ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Weiter<br />
verfügte der Inspektor, dass das Herrenklo bis zur Reparatur zum Damenklo<br />
umfunktioniert werde und die männlichen Beschäftigten ihre Notdurft an der<br />
in der Nähe stehenden Linde zu verrichten hätten.</p>
<p>Die Betroffenen beschwerten sich daraufhin beim Personalrat, da diese<br />
Regelung ja auf das &#8220;große Geschäft&#8221; kaum Anwendung finden könne. Der<br />
Inspektor bestellte daraufhin einen ToiToiToi-Container, allerdings ohne<br />
Rücksprache mit seinem Dienstvorgesetzten und ohne Ausschreibung.</p>
<p>Ein zufällig an der Linde urinierender Beamter des höheren Dienstes ließ<br />
den eintreffenden Container sofort wieder abfahren und für das intakte Klo<br />
eine Art Dienstplan erstellen. Der Hausmeister wurde beauftragt, alle zwei<br />
Stunden das Geschlechtspiktogramm an der Toilettentür auszutauschen. Der<br />
Inspektor bekam ein Disziplinarverfahren.</p>
<p>In der Tatsache, dass die Männer während der Damenbenutzungszeit ihr<br />
kleines Geschäft weiterhin an der Linde verrichteten, sahen die weiblichen<br />
Beschäftigten einen illegitimen Vorteil und intervenierten bei der<br />
Gleichstellungsbeauftragten.</p>
<p>Der Bürgermeister ließ daraufhin die Linde fällen, ohne Rücksprache mit dem<br />
Umweltministerium und ohne europaweite Ausschreibung. Inzwischen ist die<br />
ganze Führungsetage des Rathauses suspendiert. Die Wurzel allen Übels hat<br />
sich dann vor dem Eintreffen des maltesischen Klempners und des<br />
Toilettencontainers aus dem nordfinnischen Rovaniemi erledigt. Ein<br />
Praktikant hatte von zu Hause eine Handspirale mitgebracht und die<br />
Verstopfung beseitigt. Diese beispiellose Eigeninitiative stellte die<br />
Verwaltung nun allerdings vor ein Riesenproblem: Vor der Einleitung eines<br />
Disziplinarverfahrens muss der junge Mann ja erst noch verbeamtet werden&#8230;<br />
 </p>
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