Externe Datenbanken mit offenen Scheunentoren bei der Telekom?

heise online berichtet heute, dass die Telekom Schwächen in der IT-Landschaft einräumt und technische, ggf. auch personelle Konsequenzen zieht.

Viel pragmatischer sieht das der GREGEL Blog und zitiert den (verwunderlichen) Spruch des Telekommitarbeiters:

der externe Zugriff auf die Datenbanken werde nun eingeschränkt.

In der Tat ist es aus verschiedenen Gründen im IT-Bereich üblich, große Datenbanken auf externe Systeme innerhalb der IT-Peripherie auszulagern und auf den Datenbestand wiederum mittels anderer externer Clients zuzugreifen. Üblicherweise erfolgt die Absicherung mittels eines IP-Firewalls, der nur vorher authorisierte Clients auf den Datenbestand zugreifen läßt. Neben dieser Absicherung müssen selbstverständlich auch Username und Passwort zur Zugriffslegitimation abgefragt werden. Überlicherweise werden Zugriffe auch laufend protokolliert und bei unberechtigten Maßnahmen kommen entsprechende Abwehrstrategien zum Einsatz.  Offensichtlich hat es der Konzernriese Telekom nicht geschaftt, hier klare Linien reinzubringen und einen Datenmißbrauch auszuschließen. Es steht auch immer noch im Raum, dass eigene Mitarbeiter entsprechende Organisationslücken schändlich ausnutzten.

Damit künftig derartige Pannen vermieden werden, will die TELEKOM dem Ressort “Datenschutz” durch ein weiteres Vorstandsmitglied mehr Priorität einräumen.

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Kantinenkotze und das Bürokratieversagen

Verstopftes Beamtenklo

Unsere Kleinstadt steckt grade in einer Krise. Begonnen hatte alles mit der
Damentoilette im Rathaus, die plötzlich und ohne Vorwarnung verstopft war.

Ein Verwaltungsbeamter des mittleren Dienstes wagte es daraufhin
selbstherrlich und in völliger Überschätzung seiner Kompetenz, einen
hiesigen Sanitärbetrieb mit der Schadensbeseitigung zu beauftragen.
Glücklicherweise war ein Beamter des gehobenen Dienstes zugegen, als die
Handwerker eintrafen. Sofort erkannte er die Tragweite des Skandals.
Nicht nur, dass ein Schwippschwager des Untergebenen in der Firma
arbeitete, nein, der Auftrag hätte ordnungsgemäß ausgeschrieben werden
müssen – europaweit natürlich!

Der Inspektor veranlasste sofort die nötigen Schritte: Die Firma wurde des
Hauses verwiesen, das Damenklo versiegelt, der Auftrag ausgeschrieben und
gegen den Hauptsekretär ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Weiter
verfügte der Inspektor, dass das Herrenklo bis zur Reparatur zum Damenklo
umfunktioniert werde und die männlichen Beschäftigten ihre Notdurft an der
in der Nähe stehenden Linde zu verrichten hätten.

Die Betroffenen beschwerten sich daraufhin beim Personalrat, da diese
Regelung ja auf das “große Geschäft” kaum Anwendung finden könne. Der
Inspektor bestellte daraufhin einen ToiToiToi-Container, allerdings ohne
Rücksprache mit seinem Dienstvorgesetzten und ohne Ausschreibung.

Ein zufällig an der Linde urinierender Beamter des höheren Dienstes ließ
den eintreffenden Container sofort wieder abfahren und für das intakte Klo
eine Art Dienstplan erstellen. Der Hausmeister wurde beauftragt, alle zwei
Stunden das Geschlechtspiktogramm an der Toilettentür auszutauschen. Der
Inspektor bekam ein Disziplinarverfahren.

In der Tatsache, dass die Männer während der Damenbenutzungszeit ihr
kleines Geschäft weiterhin an der Linde verrichteten, sahen die weiblichen
Beschäftigten einen illegitimen Vorteil und intervenierten bei der
Gleichstellungsbeauftragten.

Der Bürgermeister ließ daraufhin die Linde fällen, ohne Rücksprache mit dem
Umweltministerium und ohne europaweite Ausschreibung. Inzwischen ist die
ganze Führungsetage des Rathauses suspendiert. Die Wurzel allen Übels hat
sich dann vor dem Eintreffen des maltesischen Klempners und des
Toilettencontainers aus dem nordfinnischen Rovaniemi erledigt. Ein
Praktikant hatte von zu Hause eine Handspirale mitgebracht und die
Verstopfung beseitigt. Diese beispiellose Eigeninitiative stellte die
Verwaltung nun allerdings vor ein Riesenproblem: Vor der Einleitung eines
Disziplinarverfahrens muss der junge Mann ja erst noch verbeamtet werden…
 

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Abschaffung des Tages der Deutschen Einheit?

Nein – die öffentliche Debatte hatten wir bereits im November 2004, als sich der damalige Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, Gerhard Schröder, für eine Verlegung auf einen Sonntag einsetzte und dabei von allen Seiten Widerstand erfuhr. Also feiern wir heute und auch in den kommenden Jahren (am 3. Oktober) Deutschlands Wiedervereinigung.

 Die offiziellen Staatsfeierlichkeiten finden heuer in Hamburg statt!

Zwei Internetquellen zum Tag der Deutschen Einheit:

Wikipedia und

Hamburg – Übersicht der Veranstaltungen (NDR Webseite)

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Schwierige Geschäfsmodelle in der Bankenwelt

Noch konnte sich eine ausreichende Mehrheit im US Senat mit den Plänen der Bushadministration zur Rettung der amerikanischen Bankenwelt nicht anfreunden. Doch es wäre nicht Mr. President, wenn er so einfach aufgeben würde – er wird also weiterhin um Zustimmung nach einem (anders gearteten) Notprogramm suchen. Die Börse derweil, ganz marktgegeben, in schneller Talfahrt.

Mündelsicher nennt man Wertpapiere, die meist wenig abwerfen, aber sicher sind. Dafür wollte auch die Bundesregierung gerade stehen, wenn diverse Regulierungs- und Aufsichtsinstrumente schon nicht helfen konnten.

Flugs, das Töpfchen geöffnet und regulierend, bewahrend, eingegriffen. Was soll’s – Hauptsache es kommt nicht noch eine Naturkatastrophe! Gott bewahre!

By the way: sehr kritisch zum Hypo Real Einseitigkeitsdeal DUCKHOME in seinem heutigen Blogbeitrag. Dagegen sehr befürwortend, kewil von fact-fiktion.net

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Oha Maß geht no!

Nix geht mehr – Bayern hat gewählt – mit einem vorläufigen Endergebnis in der Sitzverteilung im bayerischen Landtag wie folgt:

92 Sitze CSU ( - 32 Sitze)
39 Sitze SPD ( – 2 Sitze)
19 Sitze GRÜNE ( + 4 Sitze)
21 Sitze FREIE WÄHLER (NEU + 21 Sitze)
16 Sitze FDP (NEU + 16 Sitze)

Jetzt laufen die politschen Verhandlungen – die nächsten Wochen werden sehr spannend für Bayern.

Und eine sehr gut gelungende Darstellung der Wahlergebnisse im Internet gibt es hier:

http://stat.tagesschau.de/WA-2008-0928/by/flash/index.shtml?lra=BR

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46 Jahre “Monarchie” in Bayern

gehen jetzt vielleicht zu Ende. Morgen, am Sonntag ( 28. September 2008 ) finden in Bayern die Landtagswahl und Bezirkswahl statt.

Der CSU ist es gelungen, seit 1962 die absolute Mehrheit in Landtag nicht abgeben zu müssen. Damit konnte sie nahezu uneingeschränkt in Bayern regieren. Doch nun schwächeln die Schwarzen – Wahlprognosen zufolge, hat die Stimmung im Bayernland umgeschlagen: neben der staatstragenden Partei CSU liegen die Freien Wähler und die SPD im klar erkennbaren Aufwind.

Es ist daher nicht überraschend, dass alle Wege der Wahlwerbung ausgenutzt werden, sogar GMX muss herhalten:

Liebe GMX Nutzerinnen und Nutzer, . .


Wahlwerbung der CSU bei gmx.net
Was noch? Ebenfalls am Sonntag wählt Österreich seinen Nationalrat – das Wahlalter erstmals abgesenkt auf 16 Jahre. Es wird bestimmt auch in Austria spannend.

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Power für den US-heimischen Automarkt

Die (Banken-) Investmentbranche ist nicht die einzig leidende Unternehmensgattung im US Binnenmarkt. Auch die US-Big-Car-Hersteller haben ein Problem. Über Jahrzehnte hinweg bauten sie ihre üppigen großen Straßenkreuzer für den heimischen Markt – günstige Leasing- und Kreditangebote sorgten für auskommende Verkaufszahlen.

Die gleich gallonenweise bezinschluckenden Verkehrsmonster waren DAS Statussymbol des getreuen Amerikaners. Damit soll jetzt Schluß sein – stets steigende Spritpreise und die zunehmenden Umweltbelastungen fordern ihr Tribut: gefragt sind bezinsparende, umweltschonende Klein- und Mittelklassefahrzeuge.

Doch die Industrie hat es sträflich versäumt, in die Entwicklung neuer Fahrzeugtypen zu investieren. Gewinne sind verpufft und die großen US Fahrzeughersteller General Motors und Ford weisen miese, rote Zahlen in ihren Ergebnisberichten aus.

Also – flugs in den BIG-Car gesetzt und ab nach Washington – der Staat wird es schon richten! Neben der Förderung des Bankensektors kann sich die US-Automobilindustrie berechtigte Hoffnungen auf stattliche, staatliche Subventionen machen. Vorbei ist es mit der Marktwirtschaft – das bestehende Wirtsschaftssystem hat offensichtlich versagt und wird außer Kraft gesetzt. Der US-Staat springt ein, wo andere Gewinne nur so verpasst haben und heute mit leeren Händen – ratlos – dastehen.

Quelle:
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/uswirtschaftspolitik100.html

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Stelle Dir vor, das Geld geht aus beim Monopolyspiel

So ist das, wenn man ein immer größeres Rad drehen will – ich kaufe Grundstücke und deren schmuddelige Bebauung – werde immer größer und ups – jetzt habe ich den falschen Knopf gedrückt und weg sind 300 MIO – aber was solls – in Amerika haben sie die echten Probleme: das Geld geht aus beim Milliardenpoker!

Was tun sprach Zeus?
Und die Götter schwiegen!

Aber wie praktisch, wenn man eine gut florierende Druckerei kennt – gemeint ist die Notenpresse – dann spiele ich den artigen Pappa und helfe . . .

So passiert es nun jenseits des großen Teiches, in den Vereinigten Staaten von Amerika. Bevor alles den Bach herunter geht, springt der große Papa ein und rettet was zum Retten noch vorhanden ist – hoch lebe die Liquidität.

Es war schon immer so: Gewinne werden privatisiert – Verluste sozialisiert.

Im Moment hilft die große staatliche US-amerikanische Finanzspritze – immerhin ein Kraftpaket von 700 Milliarden USD – schauen wir uns die Zahl einfach mal an:

700.000.000.000 – so sieht es aus . .

Aber wie lange lassen sich die (auch internationalen) Finanzprobleme noch unter dem Teppich kehren .. ?

Wenn nicht bald neue Wirtschaftsformen und -ordnungen entwickelt und ggf. auch erprobt werden, geht es weiter mit Verschuldung, Not,  Kriege, Sterben  - leider! Der reine Kapitalismus jedenfalls hat wieder einmal versagt!

Interessantes auch im WWW zur amerikanischen Finanzkrise:

Finanzkrise beendet Ideologie – ganz zutreffend in der Schweizer Tagesschau. Und, eine gut verständliche umgangssprachliche Erklärung der Probleme bei Tibia und Politik die internationale F-Krise und unsere Banken - auch ein Blick ins Log Gamma wird mit interessantem Text und weiterführenden Weblinks belohnt.

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LHC – Das größte Experiment aller Zeiten – hacked?

Mit viel Jubel wurde der wissenschaftliche Effektivstart des Atlasdedektors mit Protonenstrahl (der Protonenbeschleuniger LHC) begleitet. Im Teilchenbeschleuniger LHC soll bekanntlich der Urknall der Erdentstehungsgeschichte simuliert werden. Ein hochwissenschaftliches Project mit weltweiter Bedeutung.

Umso erstaunlicher ist es, soeben in der Times Online zu lesen, dass Hacker in das Computer Netzwerk des CERN eingedrungen sein sollen. Die Gruppe soll sich Griechisches Sicherheitsteam nennen und stellt die Verantwortlichen im CERN Institut als Schulkinder dar. Diese Meldung wird bestimmt noch Wellen schlagen und ein schlechtes sicherheitstechnisches Licht auf das LHC Project werfen . . .

Screen Cern Homepage
(Screenshot der CERN Webseite mit Abbildung des “Tunnel”)

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Mensch oder Maschine?

Brüssel (pte/12.09.2008/13:54) -

Der öffentliche Druck gegen die Biotreibstoff-Beimengung von zehn Prozent in der EU hat sich diese Woche erneut erhöht. Der UN-Sonderbeauftragte Olivier de Schutter hat in einer Rede die stark gestiegene Nachfrage nach den Treibstoffen als Hauptursache für die weltweite Hungerkrise genannt. Die von der EU und den USA aufgestellten Produktionsziele für Biosprit hätten zu verstärkten Spekulationen mit landwirtschaftlichen Nutzflächen und Rohstoffen geführt. Brüssel und Washington sollten deshalb unverzüglich diese Politik beenden. Bereits einen Tag später reagierte das EU-Parlament darauf: Ein Votum im Industrieausschuss des Parlaments mit 50 Pro- und nur zwei Gegenstimmen wird als deutliches Signal gewertet, dass es zur Aufweichung der vorgeschriebenen Beimengung von zehn Prozent bis 2020 kommen wird.

Die Kritik an den Agrotreibstoffen reißt nicht ab: Obwohl einige Gruppen immer wieder damit argumentieren, dass der Preisanstieg von Nahrungsmitteln nichts mit dem Anbau von Pflanzen für die Biotreibstoffproduktion zu tun habe, mehren sich die Expertisen, die das widerlegen. Der Internationale Währungsfonds IWF schätzt, dass 70 Prozent des Preisanstiegs bei Mais auf das Konto von Biotreibstoff gehen, bei Soja seien dies 40 Prozent. Auch die OECD http://www.oecd.org ist in einer Studie zum Schluss gekommen, dass Biotreibstoffe nur minimal zum Klimaschutz beitragen, für Verbraucher und Steuerzahler allerdings jährlich Kosten in Milliardenhöhe verursachen. Das Agrarinstitut der OECD prognostiziert in den kommenden zehn Jahren sogar einen Preisanstieg bei Lebensmitteln von bis zu 60 Prozent. Die Preisexplosion sei mitunter auch auf den Anbau von Pflanzen für Biosprit zurückzuführen.

Der Umweltexperte Gerhard Glatzel von der Wiener Universität für Bodenkultur bringt die Fakten im pressetext-Interview auf den Punkt: “Die Fläche, die für den Anbau von Biosprit-Pflanzen unter Einhaltung der 5,75-Prozent-Beimengung bis 2010 benötigt wird, ist nicht vorhanden.” Der Experte gibt zu bedenken, dass dies sowohl für Österreich als auch für Deutschland und die anderen EU-Staaten gelte. “Die Katastrophe ist dann, dass man erneut auf Importe aus Brasilien oder anderen Ländern angewiesen sein wird.”

Konkret geht es um die Herstellung von Ethanol, für die nach derzeitigem Stand der Technologie nur Zuckerrohr und Getreide in Frage kommen. An einer zweiten Generation der Herstellung aus Holz, Stroh und Biomasse wird derzeit intensiv gearbeitet. Bis diese einsetzbar sind, wird es allerdings noch dauern. Ähnliche Probleme gibt es jedoch auch mit dem Anbau von Ölpflanzen für die Bio-Dieselherstellung. Der EU-Ausschuss will nun einen Akzent auf Wasserstoff-Fahrzeuge sowie auf Elektroantriebe setzen. Positiv stehe man auch Biotreibstoffen aus Abfällen gegenüber.

Ökologen kritisieren in der Agro-Treibstoffdiskussion vor allem den fehlenden Aspekt des globalen Umdenkens. Das derzeitige Verhalten der Menschen in Bezug auf Treibstoff- und Energieverbrauch könne auch mit Hilfe von Agrotreibstoffen nicht abgedeckt werden. “Es ist völlig sinnlos, mit drei Tonnen schweren Autos zu fahren und zu erklären, dass Agrotreibstoffe die Lösung der Energieversorgung darstellen”, meint Glatzel. “Es gibt sehr viel effizientere Wege, etwas für den Klimaschutz zu tun, als die Förderung von Biotreibstoffen”, meint Stefan Tangermann, OECD-Direktor für Handel und Landwirtschaft. Europa und die USA hätten dieses Boot der gemeinsamen Förderpolitik gemeinsam bestiegen, sie sollten es nun auch gemeinsam wieder verlassen.

Aussender: pressetext.austria
Redakteur: Wolfgang Weitlaner

 

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