Power für den US-heimischen Automarkt

Die (Banken-) Investmentbranche ist nicht die einzig leidende Unternehmensgattung im US Binnenmarkt. Auch die US-Big-Car-Hersteller haben ein Problem. Über Jahrzehnte hinweg bauten sie ihre üppigen großen Straßenkreuzer für den heimischen Markt – günstige Leasing- und Kreditangebote sorgten für auskommende Verkaufszahlen.

Die gleich gallonenweise bezinschluckenden Verkehrsmonster waren DAS Statussymbol des getreuen Amerikaners. Damit soll jetzt Schluß sein – stets steigende Spritpreise und die zunehmenden Umweltbelastungen fordern ihr Tribut: gefragt sind bezinsparende, umweltschonende Klein- und Mittelklassefahrzeuge.

Doch die Industrie hat es sträflich versäumt, in die Entwicklung neuer Fahrzeugtypen zu investieren. Gewinne sind verpufft und die großen US Fahrzeughersteller General Motors und Ford weisen miese, rote Zahlen in ihren Ergebnisberichten aus.

Also – flugs in den BIG-Car gesetzt und ab nach Washington – der Staat wird es schon richten! Neben der Förderung des Bankensektors kann sich die US-Automobilindustrie berechtigte Hoffnungen auf stattliche, staatliche Subventionen machen. Vorbei ist es mit der Marktwirtschaft – das bestehende Wirtsschaftssystem hat offensichtlich versagt und wird außer Kraft gesetzt. Der US-Staat springt ein, wo andere Gewinne nur so verpasst haben und heute mit leeren Händen – ratlos – dastehen.

Quelle:
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/uswirtschaftspolitik100.html

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