Der gemeine Büromensch, schlechthin . .

Seit vielen Jahren gibt es die Gattung Büro- oder auch Officemenschen genannt. Ich behaupte mal an dieser Stelle, dass die meisten Angestellten in Verwaltungsbehörden, Computerfirmen und anderen Unternehmen zu dieser Gattung gehören.

Wir haben einen eigenen Schreibtisch mit Telefon, Computer und nicht zu vergessen jeder Menge Akten. Wir verbringen fast die Hälfte des Tages an unserem Arbeitsplatz. Es gibt nun Untersuchungen, dass wir zu wenig Tageslicht bekommen in unserem Office. Das kann zur Müdigkeit, Schlafstörungen und schließlich zu Depressionen führen. Das sollte den Arbeitgeber Anlass zum Nachdenken sein.
Diese Arbeit ist aber von nirgendwo anders zu erledigen. Man braucht einen festen Platz, wo man die Unterlagen sammelt und wo man für andere telefonisch erreichbar ist. Zum wichtigsten Kommunikationsmittel ist inzwischen der PC geworden. Dank der email-Programme kann man mit Menschen weltweit in Echtzeit Briefe und sogar eingescannte Dokumente verschicken. Das alles ohne zusätzliche Kosten.

Der Computer hat das Arbeitsleben wesentlich erleichtert. Ein anderes Gerät, das viele Verbesserungen gebracht hat, ist der Kopierer. Er ist aus dem Büroalltag nicht mehr wegzudenken. Das Archivieren von Dokumenten ist inzwischen auch elektronisch möglich dank den modernen Scannern. Man muss nicht mehr Berge von Papier aufbewahren, sondern scannt die Unterlagen ein und hat auf dem PC ein elektronisches Archiv.

Manche Firmen haben geglaubt, auf das Einstellen von Sekretärinnen verzichten zu können. Aber das war sehr kurzsichtig gedacht.

Ein Mensch lässt sich zum Glück nicht vom Computer ersetzen, vielleicht auf einer Produktionsstrasse, aber nicht in der Verwaltung. Wer soll spitz formuliert dem Chef den Kaffee kochen und unliebsame Anrufe abwimmeln? Und was ersetzt ein nettes Schwätzchen am Arbeitsplatz? Aber das ist nur ironisch gemeint, selbstverständlich hat eine Sekretärin nach wie vor viele wichtige Aufgaben, die der Computer nicht erledigen kann. Sie muss zum Beispiel Statistiken schreiben, Präsentationen erstellen und Reisen organisieren und abrechnen. All das müsste der Chef selbst machen und seine Manpower an solch administrative Tätigkeiten verschwenden.

Spezies Büromensch ist weit verbreitet nicht nur in unserer Republik, sie ist weltweit auf dem Vormarsch. Was früher die Fabrikarbeiter waren, sind es heute die Büromenschen.

Ein Phänomen kennen Sie bestimmt auch wenn Sie kein Officemensch sind: das Phänomen Büroschlaf. Gern wird es den Beamten nachgesagt, dass sie mehrmals täglich ein Nickerchen im Büro abhalten. Aber oben haben wir schon die wissenschaftliche Begründung dafür geliefert: das mangelnde Tageslicht macht in Wahrheit sehr müde.

Es liegt also nicht an angeborener oder erworbener Faulheit, sondern schlicht und ergreifend an der in Büros herrschenden Finsternis.

(c) 9.2009 ISAKI

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